1926 bis 1945

Der Deutsche Damen Automobil Club (DDAC) wurde im Juni 1926 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.

 

Die Mitglieder waren bemerkenswerte Damen der Gesellschaft, die meist in Häusern von gesellschaftlichem Rang in Berlin lebten und ausgesprochen automobilsportlich engagiert und begeistert waren. Sie mussten Mut und Ausdauer beweisen und technisch nicht ohne Fähigkeiten sein, wenn sie in der damaligen Zeit an Rennen oder Zuverlässigkeitsfahrten teilnehmen wollten.


Die eleganten Damen – immer mit Hut – in traumhaften Karossen und einem ebenso gepflegten wie auch schön gelegenen Clubhaus in Gatow wurden mit ihrem Automobil Club ein fester Bestandteil der Berliner Gesellschaft der damaligen Zeit und auch so von der Presse wahrgenommen.


Das Interesse am Club war immens und der ersten Präsidentin, Freifrau Lucy-Elisabeth von Linsingen, gelang es rasch, Gruppen in Königsberg, Dresden, Leipzig, Stettin und Hannover zu gründen. Die Gründung der Gruppe in Hannover sollte später das Überleben und Wiederaufleben des DDAC nach dem Krieg überhaupt erst möglich machen.

 

Der DDAC war von Anbeginn ein Club, der auch das Gesellschaftliche in einem hohen Maße pflegte. Die Gründerinnen und alle weiteren Mitglieder haben dies in den ersten Jahren in besonderer Weise bewiesen und umgesetzt.


Der politische Umbruch durch den Nationalsozialismus setzte dieser Entwicklung ein Ende.  Nicht nur, dass jeglicher Motorsport nur einem neuen deutschen Einheitsclub, dem NSKK vorbehalten war, nein auch Herkunft und politische Exposition der Mitglieder machten das Clubleben im alten Stil unmöglich und viele der Damen zu unerwünschten Personen.

Die Rallyefahrerin als Mechanikerin

 

In den Jahren ab 1928 veranstaltete der DDAC Zuverlässigkeitsfahrten. Die erste wurde über Strecken zwischen 400 km bis 750 km mit dem Ziel Oberhof/Thüringen von den Teilnehmerinnen geplant. Es folgten Fahrten die nach Bad Neuenahr, durch das Erzgebirge oder den Harz führten und das fahrerische Geschick der Damen bei dem Zustand der damaligen Straßen herausforderten. Der Einsatz war groß. Auch Unfälle und Verletzungen waren durchaus möglich und wurden ohne großes Federlesen bewältigt.

 

Der DDAC durfte nach 1934 nur als Traditionsclub ohne sportliche Betätigung als "Deutscher Damen Club von 1926" fortbestehen. So übernahm Liliane Roehrs, eine international bekannte Sportfahrerin, 1936 den Vorsitz dieses Traditionsclubs. Sie hatte schon einen Monat nach der Gründung des DDAC in Berlin 1926 die Ortsgruppe Hannover ins Leben gerufen und war von der Idee des Motorsports und der des DDAC durchdrungen. Es gelang ihr trotz des Zerfalls des Clubs und der sich auflösenden Ortsgruppen, einen Kern von 10 Damen in Hannover zusammen zu halten und immer wieder Treffen zu organisieren.

Die letzte Generalversammlung war am 20. Juni 1939 in Karlsbad.

 

1946 bis 1970

1971 bis heute